Königsbrücker Straße 96
01099 Dresden

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Historie

Das Areal der heutigen ZEITENSTRÖMUNG® hatte seit seiner Gründung im Jahre 1875 eine sehr wechselvolle Geschichte. 

Bis 1921 war es als Artilleriedepot Teil des Arsenals der Königlich-Sächsischen Armee. Nach 1921 begann die Ansiedlung ziviler Betriebe durch die „Industriegelände-Gesellschaft Dresden-Albertstadt“ (IDA). So siedelte sich hier unter anderem die Turbinenfabrik Carl Kaiser an, die nach ihrer Insolvenz 1924 von Brückner, Kanis & Co. übernommen wurde. Das Werk produzierte Turbinen für den zivilen und militärischen Bedarf, so z.B. für Kraftwerke, für die Schifffahrt oder die Luftwaffe.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten die Besatzungsbehörden bis 1949 das Werk und nutzten dessen Hauptteil als Sowjetisches Konstruktionsbüro. Nach der Gründung der DDR wurde das Werk zum Volkseigenen Betrieb (VEB) Turbinenfabrik Dresden. 1961 wurde die Turbinenfertigung nach Görlitz verlagert und die Fertigung von Strömungsmaschinen aufgenommen. 1967 folgte dann die Umbenennung des Werks in VEB Strömungsmaschinen Pirna – Werk Dresden, das bis zur Wiedervereinigung 1990 unter diesem Namen firmierte.

Nach der Privatisierung im Jahr 1990 produzierte das Werk vier Jahre als Strömungsmaschinen GmbH, musste jedoch 1994 seinen Betrieb einstellen. Die verbliebenen Strukturen wurden nach Pirna verlagert und das Gelände verfiel im Besitz der Bundesanstalt für Vereinigungsbedingte Sonderausgaben (BVS) zur Industriebrache.

2004 erwarben die heutigen Eigentümer das Gelände und bauten es in vier Bauabschnitten von 2005 bis 2009 zum Projekt ZEITENSTRÖMUNG® um. Am Wochenende vom 25./26.09.2009 wurde das Areal mit einer großen Feier offiziell eröffnet. Die Vision, die Tradition des Geländes mit moderner Architektur zu verbinden, steht seither und auch bei den zukünftigen Ausbauplänen im Fokus.